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Geschichte der Klasse HLG
Als Oldschool-HLG's werden die Zweiachsmodelle mit zwei Servos bezeichnet, also alles was vor dem SAL da war. Damals war es gut, wenn man ein Modell mit unter 400g Abfluggewicht hatte... Es wurden Rippenflächen geflogen, in den Rümpfen waren teilweise noch Standardservos und vernünftige, schwere Akkus eingebaut, um das Gewicht der Stahldrahtanlenkungen und Massivbalsaleitwerke auszugleichen. Flugzeiten über 40 Sekunden waren super. Kein Wunder, mit Speerwurf waren ja auch Höhen über 12 Meter schon hoch. Der Vorteil war die Einsteigerfreundlichkeit der Klasse, man konnte sich leicht und billig ein gutes Modell selberbauen, etwas üben und dann Wettbewerbe mitmachen. Für die Bungee- Klasse konnten die selben Modelle eingesetzt werden, insgesamt gab es so weniger Aufwand und weniger Randgruppen. Nachteil für die Jugendlichen und die älteren Teilnehmer waren nur die Wurfhöhen. Es gab da solche Leute mit gelben GFK-Fliegern, die doch deutlich höher warfen, die Thermik immer irgendwie gesehen hatten, und so den Mut der Neulinge etwas einschränkten. Zum Ende dieser tollen Zeit wurden es auch immer mehr dieser gelben, gekauften Flieger, die GFK/CFK Materialschlacht fing nun an (so um 1998) Nun waren auch Rippenflächen out, CNC gefräste Formen werden langsam normal, Kohlerümpfe lösten den Holzrumpf ab, die Servos und Empfänger wurden immer leichter, der 500er Akku vom Anfang wurde gegen den 110er ausgetauscht. Die Modelle wurden immer besser, bis, ja genau, bis SAL da war! 1999 stand nun jemand neben uns, der easy aus dem Stand locker 40!!!! Meter und mehr hoch geworfen hat. Laut CONTEST wurde die Servobegrenzung von zwei Stück aufgehoben. Also ab jetzt Querruder, Wölbklappen, Höhe und Seite sowieso, 5 Servos kein Problem mehr. Da SAL nicht so einfach ist (für die Modelle) gab es einen Szenewechsel. Einige hatten keine Lust auf den Mehraufwand, für andere war gerade jetzt der Einstieg gut, da jeder neu lernen musste, und es erstmal keine gelben Flieger mehr gab, die immer besser waren. Die Jugendlichen erreichten nun auch die Wurfhöhe der "Besseren". Es ist nun eine High-Tech Klasse geworden (wie auch F3B, F3J und andere). Aber durch das höhere Niveau kommt es nun wieder auf das wesentliche an, nämlich aus der Hand in die Thermik, (auch ohne gekauftes Modell für 250-500€ gut möglich)!!! Eine Sache ist gleich geblieben: Es gibt eine gute, offene Gemeinschaft unter den Piloten und Helfern die auch "Noch-Nicht-Insidern" gerne hilft.